Aktuelle Aktionen und Informationen

Liebe Eltern,

wir haben für Euch im Folgenden die wichtigsten Infos rund um die Debatte Naturschutz versus Schulerweiterung auf den Brünschenwiesen zusammengefasst, die seit Wochen die lokalen Gazetten beherrscht und nun am 4.11. in einer öffentlichen Anhörung des Planungsausschusses und des Ausschuss für Grün, Naturschutz und Sport der Bezirksversammlung Altona mündet.

Ausgangspunkt ist der im Schulentwicklungsplan von 2019 von der Schulbehörde Hamburg (BSB) festgestellte Bedarf, den Schulcampus Rissen von sechs auf acht Züge zu erweitern.

Für beide Schulen des Schulcampus Rissen, das Gymnasium Rissen (Gyri) und die Stadtteilschule (STS) Rissen ist eine Erweiterung von drei auf vier Züge geplant, sprich es soll dauerhaft vier 5.Klassen geben, die nach oben durchwachsen.

Wir, die Elternräte des Gyri und der StS haben die Ausbaupläne der BSB sehr begrüßt. Rissen ist ein wachsender Stadtteil, mit vielen kleinen, mittelgroßen und großen Neubauprojekten. Die Kitas sind voll, es gibt kaum mehr einen Platz, die Grundschulen haben starken Zuwachs erfahren und wir nehmen nicht an, dass dies in absehbarer Zeit nachlässt. Von unten ist der Druck demnach hoch und wir befürworten sehr, dass diese Kinder in Rissen an einer weiterführenden Schule beschult werden können.

Seit dem Schuljahr 2019/20 hat die STS bereits vier 5. Klassen, was die Kapazitäten am Campus enorm unter Druck setzt. Klassenräume werden knapp, die Sporthallenkapazitäten sind bereits so ausgeschöpft, dass in bestimmten Klassenstufen kein Sportunterricht nach Plan durchgeführt werden kann, sondern auf Sportprojektwochen ausgewichen werden muss. Es ist uns als Eltern bereits seit langem ein Anliegen, dass wir zusätzliche Sporthallenkapazitäten erhalten.

Die ausführlichen Stellungnahme  der Schulkonferenzen (das höchste Entscheidungsgremium der Schulen, bestehend aus Elternrat, Schüler- und Lehrervertretern und Schulleitung) des Gyri und der STS Rissen zum Schulentwicklungsplan 2019 kann hier (link zu region 6) nachgelesen werden (S. 11-12 und S. 14).

Nun hat sich die Planung der Schulerweiterung coronabedingt verzögert, aber die BSB hat eine Machbarkeitsstudie erstellt und geprüft, wie und wo die Erweiterung des Schulcampus Rissen erfolgen kann.

Diese Studie kam zum Schluss, dass eine Entlastung für das Gelände am Voßhagen nicht durch einen Zubau vor Ort zu leisten ist. Dies begründet sich wesentlich durch:

    • die Gebäudesubstanz im Altbestand des Gymnasiums Rissen (keine Geschossaufstockung möglich, nur Abriss und vollständiger Neubau denkbar) – dies böte kostenmäßig keine Vorteile gegenüber einem Erweiterungsbau an anderer Stelle,
    • den Zuwachs um rd. 445 Schüler und Schülerinnen bei einem zusätzlichen Zug am Gymnasium und an der Stadtteilschule ( 1 Zug entspricht rd. 221 SuS an der Stadtteilschule; rund 224 SuS am Gymnasium), der einen derartigen Bedarf an Fachräumen, Mensa-, Sport- und Pausenhofkapazitäten nach sich zieht,  der zu den Bedarfen an Unterrichtsräumen hinzukommt und nicht auf dem Gelände am Voßhagen zu leisten ist
    • die Frage des Bauverlaufs: Bei Abrissen von Gebäuden am Voßhagen zugunsten von Neubauten dort können Unterrichts-, Verwaltungs- und Fachräume nicht in der erforderlichen Größenordnung in Container vor Ort ausgelagert werden

 

Die Frage war demnach, wo kann die Schulerweiterung stattfinden?

Naheliegend ist die Fläche am Eibenkamp/ Brünschenwiesen, die seit den 1970er Jahren im Bebauungsplan (link zu bruenschenwiesen planrecht) als Schulentwicklungsfläche ausgewiesen ist (rote Fläche mit dem L).

Mit Bekanntwerden der Pläne der BSB dieses Gelände für die Schulerweiterung des Campus zu prüfen, gab es Proteste und Stellungnahmen von Anwohnern und aus der Politik, allen voran vom Vorsitzenden des Planungsausschusses, Henrik Strate (SPD), wie in den letzten Wochen mehrfach in den lokalen Blättern zu lesen war.

Die Bezirkspolitik, die offensichtlich nicht in die Prüfungen und Planungen der BSB eingebunden war, fühlte sich übergangen. Grüne und SPD holten zum Gegenschlag aus und brachten Ende August 2020 zwei Anträge zur Abstimmung in die Bezirksversammlung ein, mit denen die Pläne der BSB am Standort Brünschenwiesen zu planen, unterbunden werden sollten. Beide Anträge wurden in die zuständigen Fachausschüsse (Planungsausschuss und Ausschuss Grün, Naturschutz, Sport) überwiesen.

Es geht um folgende Anträge der Bezirks-SPD und GRÜNEN:
Drs. 21-1122 : Ein neues Naturschutzgebiet in Altona: Brünschenwiesen  

und ein Antrag der Bezirks SPD:
Drs 21-1171 : Sicherung der Brünschenwiesen als Naturraum ohne Bebauung: Änderung des Bebauungsplanes

Auf Intervention der Elternräte des Gyri und der STS Rissen und der Bezirksopposition (CDU, FDP) fand keine Abstimmung über die Anträge in den Fachausschüssen der Bezirksversammlung statt, sondern es wurde vereinbart eine Öffentliche Anhörung aller Interessensgruppen zu veranstalten. Diese Anhörung ist nun für den 4.11. festgelegt. Die gelben Aufsteller (link zum Plakat Anhörung) sind im Dorf zu sehen. Es gibt nur begrenzte Plätze, für die man sich bis einschließlich 28.10. schriftlich anmelden kann. Es entscheidet das Losverfahren.

Beide Anträge und das Anmeldeformular für den 4.11. sind nachzulesen unter https://www.hamburg.de/bezirksversammlung-altona/14456362/bruenschenwiesen/

 

Warum haben wir als Elternräte interveniert?

Weil wir es falsch finden, dass ein Thema, das über die Zukunft unserer Kinder entscheidet, ohne Kenntnis der genauen Pläne, ohne Kommunikation zwischen den Beteiligten, einfach abgeschmettert werden soll, ohne machbare Alternativen aufzuzeigen. Es geht hier um die Zukunft unserer Kinder und derer, die nachkommen und in Rissen beschult werden wollen!

Wir haben uns daher per mail an die Mitglieder der Fachausschüsse gewandt und im Kern folgendes kommuniziert:

„Wir teilen den Wunsch von SPD und Grünen, wie in der Drucksache -Nr. 21-1122 formuliert, seltene und wertvolle Landschaftsteile mit ihren typischen Lebensgemeinschaften zu schützen, zu erhalten und zu fördern. Daher unterstützen auch wir die Ausweisung der meisten Flurstücke der Brünschenwiese als Nuturschutzgebiet.

Auf der anderen Seite ist es als Elternräte des Gymnasiums und der Stadtteilschule Rissen unsere Aufgabe, den Kindern und Jugendlichen in Rissen eine gute Beschulung im Stadtteil zu ermöglichen.“
Wir, die Elternräte haben folgende Apelle/ Fragen an die Fachausschüsse gestellt:

An Sie als Mitglied des Ausschuss Grün adressieren wir als Elternräte die dringende Bitte, die Flurstücke 1803, 1804 und 3141 aus der Betrachtung/Prüfung  für die Errichtung eines Naturschutzgebietes durch die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft  in den Brünschenwiesen auszuklammern.

Gesetzt den Fall,  dass die BSB den Erweiterungsbau am Eibenkamp tatsächlich realiseren und der Bezirk dem nicht zustimmen möchte, welchen realisitischen, alternativen Vorschlag können Sie vorlegen und auf welchen Flächen eine Kapazitätswerweiterung des Campus Rissen von 6 auf 8 Züge im Stadtteil Rissen ermöglicht werden?

Wir, die Elternräte beider Schulen am Schulcampus Rissen sehen im Bau einer Dependance / eines zweiten gemeinsamen Standorts am Eibenkamp/ Brünschenwiesen aktuell  den einzig gangbaren Weg für die dringend benötigte Schulerweiterung und haben eine ergänzende Stellungnahme zum SEPL 2019 verabschiedet, die hier (hier Stellungnahme SEPL) nachzulesen ist.

Wir wünschen uns einen gemeinsamen Neubau für die Oberstufen beider Schulen (GY: Jg. 11+12, STS: Jg. 11-13) auf dem Gelände am Eibenkamp. Denn:

    • der Campus-Gedanke einer inhaltlich verknüpften Arbeit bietet sich für die Sekundarstufe II im Unterschied zu den getrennten Bildungsgängen in der Sekundarstufe I stark an und würde durch ein gemeinsames Schulgebäude auf unterschiedlichen Ebenen befördert werden.
    • das Gelände am Eibenkamp ist ideal geeignet für einen Ausbau der gemeinsamen Profil-Schwerpunkte Ökologie und Nachhaltigkeit in Verbindung mit dem Standort. Denn auf dem Gelände am Eibenkamp kann oberstufengerechtes Arbeiten konzeptionell / baulich besser umgesetzt werden als bei einer bloßen Erweiterung des Voßhagen. Dies betrifft die Gestaltung von Lernumgebungen, die Mediennutzung sowie den Bedarf einer Cafeteria für Oberstufenschülerinnen und –schüler. An beiden Schulen existieren Oberstufenprofile mit den Schwerpunkten Ökologie und Nachhaltigkeit, die in direkter Interaktion mit dem Standort am Landschaftsschutzgebiet stehen.
    • das Gelände am Eibenkamp ist ideal für den  Bau der dringend benötigten zusätzlichen Sporthalle. Beide Schulformen bieten ein Profil-Schwerpunkt Sport an, der sich in einer vollausgestatteten, modernen Sporthalle mit Außenbereich in unmittelbarer Nähe zum Oberstufengebäude deutlich besser umsetzen ließe als bisher.
    • Die Auslagerung der Oberstufen an den Eibenkamp wäre für die Profile beider Schulen attraktiv, insofern ein solches ‚Oberstufenzentrum‘ besonders gut dafür geeignet wäre, nach dem mittleren Schulabschluss und vor Beginn der nächsten Phase der Ausbildung die Studienstufe als besonders wichtigen Abschnitt der schulischen Qualifikation in den Blick zu nehmen. Dadurch würden alle Oberstufen-Schülerinnen und Schüler der beiden Campus-Schulen in einer attraktiven Lernumgebung lernen und  arbeiten können, die auch durch die räumliche Ausstattung eine qualifizierte Vorbereitung auf den weiteren Ausbildungs- und Studienweg bieten würde. Lernen und vor allem auch Prüfungen könnten in ruhiger, leistungsförderlicher Atmosphäre stattfinden.
    • Ein Pendeln zwischen dem Hauptstandort am Voßhagen und der Dependance wäre für Oberstufen-Schülerinnen und –Schüler im Unterschied zu jüngeren Klassenstufen selbstständig problemlos möglich. Auch die S-Bahn-Station Rissen ist fußläufig zu erreichen. Zudem könnte an eine erweiterte Linien-Führung der HVV-Buslinie 388 zu Unterrichtsbeginn und – schluss gedacht werden.

 

Wir bitten Euch, unterstützt uns, indem ihr Eure Fragen und Stellungnahmen bis zum 30.10. direkt an die Bezirksversammlung schickt (an: bezirksversammlung@altona-hamburg.de) , euch für die Teilnahme an der Veranstaltung bewerbt und mit uns am Samstag ein Zeichen setzt.

Für die Zukunft unserer Kinder am  Schulstandort Rissen!

Herzlichen Dank!

Eure Elternräte des Schulcampus Rissen

Stand: 25.10.2020


SCOUT – Das Magazin für Medienerziehung

Nach der Informationsveranstaltung und dem Elternabend zur Medienkompetenz weisen die Elternräte des Schulcampus Rissen auf eine spannende Ressource hin:

Die Medienanstalt Hamburg/ Schleswig Holstein veröffentlich zweimal im Jahr das Heft SCOUT, das Eltern, Lehrkräften und Pädagogen fundierte Hintergrundinformationen liefert, Akteure und Projekte der Medienkompetenz vorstellt und zum Mitmachen einlädt.

Man kann sich einzelne Artikel, aber auch die PDF-Dateien aller bislang erschienenen Scout-Ausgaben, herunterladen. https://www.scout-magazin.de/printausgaben.html

 


Der Elternrat lädt herzlich zur Teilnahme am diesjährigen Tranining zum Hamburger Zehntelmarathon ein:

Alle wichtigen Informationen dazu finden sich hier, der Anmeldeschluss für diese Aktion ist der 7.2.2020.

Anschreiben mit allen Informationen zum Zehntelmarathon 2020

Anmeldung für ihr Kind zum Zehntel 2020