Schülerimkerei

Imker-AG an der Stadtteilschule Rissen

Unsere Imker-AG besteht aus freiwilligen Schülerinnen und Schülern unserer achten Klassen sowie einer Lehrerin und einem Lehrer unserer Schule. Wir betreuen auf unserer Schulwiese in den Brünschen drei Bienenvölker.
Im Frühjahr kontrollieren wir die Völker wöchentlich ( Ist die Königin noch da?… Gibt es Brut?… Sind die Bienen gesund ?… Ist genug Platz für Honig vorhanden ? ….). Nachdem der Honig im Spätsommer endlich geerntet werden kann, muss er täglich gerührt werden. Danach wird er endlich abgefüllt und verkauft. Parallel dazu, müssen die Bienen Honigersatz für den Winter bekommen und gegen Varroa-Milben behandelt werden. Weiterhin machen wir die Völker winterfest. Im Winter selbst ist nicht mehr so viel zu tun. Wir nutzen die Zeit und reinigen bzw. pflegen oder ersetzen unser Material und bereiten alles für den Neustart im Frühjahr vor. Spannend ist dabei, ob wir die Varroa-Milbe besiegt haben und ob die Völker genug Futter haben. Deshalb gehen wir auch im Winter an warmen Tagen zu den Völkern.

Die Geschichte der Streuobstwiese

Die Schülerimkerei ist aus einer Idee im Biologie-Unterricht im Jahre 2013 hervorgegangen. Im Unterricht gab es großes Interesse an der Lebensweise der Honigbienen und der dramatischen Gefährdung durch industrielle Landwirtschaft.

Hier das imposante neue Bienenhaus

Durch einen persönlichen Kontakt gelang es unserer Schule zwei Bienenvölker zu erwerben, und diese mussten betreut werden. So entstand die Struktur eines wöchentlichen Imkertreffens und zusätzlichen Kleingruppen, die eigenständig an den Bienenvölkern arbeiteten.

Über die letzten Jahre gelang es unterschiedlich gut, die Bienenvölker am Leben zu halten. Es gab einige Probleme: die Sommerferien (in denen die Bienen ja auch betreut werden mussten), den Vandalismus und die Auswirkungen des stark schwankenden Klimas. Es mussten viele Enttäuschungen hingenommen werden, aber es gab mehr schöne Erfahrungen und Erlebnisse. In jedem Spätsommer entschädigt die Ernte unseres schuleigenen Honigs „RissenGold“ für die Mühen und Rückschläge.

Das Bienenvolk bei der Arbeit

In der Frühjahrspflege werden in den ersten warmen Tagen des Jahres die Größe des Volkes überprüft und die Beuten (Bienenstöcke) gereinigt. Die Zeit vom Frühjahr bis zum Sommer ist eine intensive und umfangreiche Arbeitszeit an den Bienen. Es muss regelmäßig der Gesundheitszustand überprüft, die Beuten bei Bedarf vergrößert oder Ableger gebildet werden. Im Sommer erfolgt die Ernte und das Abfüllen des geernteten Honigs und die Bienen erhalten Zuckerpaste als Ersatznahrung für den Winter.

Das „RissenGold“ wird abgefüllt!

Über allem steht das Wetter und seine Unberechenbarkeit sowie der Befall durch die Varoa-Milbe. Diese Milbe legt ihre Eier neben die Bieneneier, und wenn deren Larven schlüpfen ernähren sie sich von den Larven der Honigbienen. Sind zu viele Milben in einem Stock, sinkt die Anzahl gesunder Honigbienen, so dass diese nicht über den Winter kommen. Dabei kann auch das ganze Bienenvolk zugrunde gehen. Sauberes Arbeiten ist hier eine ganz entscheidende Maßnahme.

Die Arbeit in der Imkerei erfordert ein hohes Maß an Eigenständigkeit, Gefühl für die Bienenvölker und Zuverlässigkeit von allen Beteiligten. Dies ist eine besondere Verantwortung, von der die SchülerInnen der Schülerimkerei in den letzten Jahren sehr profitiert haben. Sie sind an den Aufgaben gewachsen.

Hier werden die Waben entdeckelt.

Unser Honig wird durch kaltes Schleudern aus den Waben geholt und in unsere klassischen 250g-Gläser abgefüllt. Dazu müssen die Waben von Hand entdeckelt werden. Aus den Wachsresten haben unsere SchülerInnen der Imkerei Wachskerzen in Eigenarbeit hergestellt.